Meine Arbeitserfahrungen in Deutschland 

 

Ich heiße Yuko Yamamoto, Japanerin, die bei einem Logistikunternehmen in Düsseldorf, Deutschland arbeitet. Ich möchte hier meine Erfahrungen über meinen bisherigen Werdegang teilen und darüber schreiben welche Unterschiede bezüglich der Arbeitskultur zwischen Japan und Deutschland mir bisher aufgefallen sind. 

Ich habe Germanistik an einer Universität in Japan studiert. Nach meinem Bachelorstudium 2016 habe ich als Attachée bei Botschaft von Japan in Berlin gearbeitet. Im November 2018 bin ich nach Düsseldorf umgezogen und ich habe bis jetzt in der Logistik-Branche gearbeitet. Die jetzige Firma ist der 3. Arbeitsplatz für mich, da ich schon einmal in Düsseldorf die Arbeit gewechselt habe. 

Meiner Meinung nach sind einerseits Fähigkeiten und Erfahrungen als Spezialist sehr wichtig und viele Unternehmen brauchen eigentlich wenige Generalisten in Deutschland, aber andererseits erziehen Unternehmen in Japan tendenziell Angestellte zu Generalisten. Ich habe schon seit 3 Jahren in der Logistik gearbeitet, deswegen würde eine deutsche Firma mich bis zur Rente auf einer solchen Position lassen, solange ich nicht selbst meine Laufbahn aktiv  ändern möchte. In Japan gibt es Arbeitswechsel innerhalb der Firma, z.B. von Sales zu Verwaltung, von Beschaffung (Einkauf) zu Finanz usw., aber solche Arbeitswechsel sind unmöglich in Deutschland, da Geschäftsfelder ganz anders sind, und außerdem werden Leute normalerweise für spezifische Stellen in bestimmten Bereichen angestellt. Es gibt Ausbildungen in Deutschland in verschiedenen Bereichen und wer, eine Ausbildung fertig gemacht hat, wird als Spezialist angesehen. 

Bevor ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich erwartet, dass die deutsche Arbeitsweise super wäre, aber jetzt denke ich, dass es beides – gute und schlechte Punkte gibt. In Deutschland, wo man wenigere Möglichkeiten als in Japan hat, innerhalb von Unternehmen Karriere zu machen, nur weil man für lange Zeit dort arbeitet, ist es wichtig das Lernen fortzusetzen und den Arbeitspatz öfter zu wechseln. Ich lerne jetzt Supply Chain Management nach der Arbeit und am Wochenende. Manchmal kommt es mir so vor, als ob es eigentlich auf Glück ankommt, ob man Karriere machen könnte, aber gleichzeitig kann, wer immer Bemühungen macht, letztendlich Glück haben, deswegen lerne ich unermüdlich weiter.